„Wenn Du ein Kind siehst, hast Du Gott

                                        auf frischer Tat erwischt.“

                                   Martin Luther      

Konzeption

                                                                                                                                                                                              

 

Inhaltsverzeichnis pädagogische Kontzeption

       1.Vorwort des Trägers

-
1a. Unser pädagogische Auftrag

 

2. Beschreibung der Einrichtung

 

3.Rahmenbedingungen ( Betreuungsform, Öffnungszeiten und Tagesablauf)

 

4.Räume, Funktionsräume, Außenspielbereich

 

5.Das Team/Zusammenarbeit/Fortbildung

 

6.Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit

·         6.1. Bildungs-und Lernbereiche

·         6.1.1.Kommunikation, Sprache und Sprechen

·         6.1.2. Wahrnehmung

·         6.1.3 Natur und Lebenswelt

·         6.1.4Ästhetische Bildung

·         6.1.5 Lebenspraktische Kompetenzen

·         6.1.6.Körper, Bewegung und Gesundheit

·         6.1.7 Emotionale Entwicklung und Soziales Lernen

·         6.1.8 Ethische und religiöse Entwicklung

·         6.1.9. Mathematisches Grundverständnis

·         6.1.10 Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und Freude am Lernen

·         6.1.11Musikalische Erziehung6.1.11Musikalische Erziehung

6.2  Konzeptionelle  Ausrichtung

6.3. Erziehung-und Bildungspartnerschaft mit Eltern / Elternarbeit

6.4. Beobachtung, Dokumentation

 6.5. Religionspädagogik/ Kooperation mit der Kirchengemeinde

6.6.Integration und Inklusion

6.7  Eingewöhnung

6.8.Gestaltung des Übergangs zum Kindergarten

 

7. Verpflegung

 

8. Partizipation

·         8.1 Partizipation .von Kindern

·         8.2 Partizipation von Eltern

 

9.Beschwerdemanagement

·         9.a. Beschwerdemanagement für Kinder

·         9.b. Beschwerdemanagement für Eltern

 

10. Qualitätssicherung

11.Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung Achtes Buch Kinder- Jugendhilfe § 8a

12.Öffentlichkeitsarbeit

13.Netzwerke mit anderen Institutionen

14. Schlusswort

15. Quellenangabe

1.     Vorwort des Trägers

Wer ein Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Matthäus 18.5      traeger

 

Liebe Eltern,

Die Konzeption, die Sie jetzt in den Händen halten,  ist das Ergebnis der eingehenden  Reflexion der bisherigen Arbeit dieser Kindertagesstätte. Sie bezieht sich auf das Raumangebot, die Bedürfnisse der Kinder und  das soziale Umfeld und vieles mehr. Sie  soll Transparenz in unsere Bildungsarbeit geben. So wie das Leben immer wieder neue Aspekte zeigt, auf die wir reagieren, so soll auch diese Konzeption nur eine Momentaufnahme der Kita sein. Auch hier ist nichts starr, sondern immer alles in Bewegung. Mit unserem QMSK (Qualitäts-Management-System in Kindertageseinrichtungen), das die Diakonie in Niedersachsen für uns erarbeitet hat, überprüft das Team unter anderem in regelmäßigen Abständen den Inhalt der Konzeption. Ihnen soll sie eine Hilfe sein, um einen Einblick in unsere vielfältige  Arbeit zu bekommen.

 

Einer der Haupt -Grundsätze für die Arbeit in Kindertagesstätten der Ev. –luth. Landeskirche Hannover ist:

 

 Das Kind im Mittelpunkt

 

Daraus erwachsen nach unserer Auffassung jedem Kind besondere Ansprüche.

 


- Recht auf Bildung , Erziehung und 

  Betreuung

- Recht auf Inklusion

- Recht auf Religion

- Recht auf Partizipation

 


 

Dabei versuchen wir, die bestmögliche Qualität im Hinblick auf die verschiedenen Umfelder der Kinder zu erreichen. Diese Grundsätze und der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung des Landes Niedersachsens sind die Grundlage des pädagogischen Handelns  der Mitarbeit(er)innen.

 

Uns als Träger ist es wichtig, die Kitas in diesem  Handeln zu unterstützen. So unterschiedlich die Kitas unseres Trägerverbundes auch sind, so haben sie besonders eines gemeinsam: Ihre Kinder liegen ihnen am Herzen. Das gilt für alle unsere Häuser. Mit wieviel Liebe und Fürsorge wird an jedes noch so kleine Detail gedacht.  Daher geht an dieser Stelle mein ganz besonderer Dank an  die vielen Menschen, die durch ihr Engagement, ihre Geduld und Liebe die Kitas zu dem machen was sie sind: Orte, an denen sich ihre Kinder wohlfühlen und entfalten können.

 

Für den Trägerverbund der Kindertagesstätten im ev.-luth. Kirchenkreis Bramsche

Unterschrift Wolff

                             Siri Wolff

Vertretung Pädagogische Geschäftsführung

     1a. Unser pädagogischer Auftrag

In unserer pädagogischen Arbeit beziehen wir uns auf unser Leitbild, auf unsere Konzeption und auf die Lernbereiche und Erfahrungsfelder des Niedersächsischen Orientierungsplanes für Kinder unter drei Jahren. 

 

2.Beschreibung der Einrichtung

Kinderkrippe Sonnenschein                                     

Am Boll 2a                                                                        

49626 Berge                                                                    

Tel.: 05435 / 33 69 205

E-Mail: krippe-sonnenschein@ev-kitas-bramsche.de

www.krippe-berge.de

 

Liebe Eltern,

unsere  Konzeption soll Ihnen unsere Kinderkrippe näherbringen und  Ihnen einen Einblick geben in  den Hintergrund unserer  pädagogischen  Arbeit.

Unsere zurzeit noch  1-gruppige Kinderkrippe Sonnenschein wurde 2013 neu errichtet. Die ersten Kinder kamen im März 2013 zu uns. Seitdem betreuen drei Fachkräfte 15 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren. Das Gebäude befindet sich direkt hinter dem evangelischen Gemeindehaus.

Träger der Einrichtung ist:

 

Evangelischer Kirchenkreis Bramsche

Kirchhofstraße 3

49656 Bramsche

 

 

 

3. Rahmenbedingungen (Betreuungsformen, Öffnungszeiten und Tagesablauf)

Unsere Krippengruppe bietet Platz für 15 Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren.

Die Kernöffnung ist von 07:30 Uhr bis 12:30 Uhr.

 

Darüber hinaus gibt es  zurzeit  folgende Sonderöffnungszeiten:

 

12:30 Uhr – 13:00 Uhr

13:00 Uhr – 13:30 Uhr

13:30 Uhr – 14:00 Uhr

14:00 Uhr – 14:30 Uhr

14:30 Uhr – 15:00 Uhr

 

Eine Betreuung von 07:00 Uhr bis 07:30 Uhr  ist über die ergänzende Tagespflege möglich!

 

Unser Tagesablauf:

 

Täglich wiederkehrende Abläufe und Rituale setzen wir bewusst in den Tagesablauf, denn sie strukturieren  den Krippenalltag und geben den Kindern  Sicherheit durch Wiedererkennung und

Orientierung.

 

07:00Uhr-07:30Uhr                      Frühbetreuung durch ergänzende Tagespflege

07:30 Uhr – 08:15 Uhr                   Ankommen der Kinder mit Begrüßungsritual

07:30 Uhr – 08:45 Uhr                   Freispielphase, Zeit zum Entdecken, Lernen, Ausprobieren,

 Wiederholen, Kennenlernen…

08:45 Uhr – 09:45 Uhr                   Morgenkreis mit Begrüßungsritual, Liedern, Fingerspielen…

                                                              Gemeinsames Frühstück

09:45 Uhr – 11:00 Uhr                   Freispielphase mit Zeit für pädagogische Angebote aller Art,

                                                              Impulse, Bewegungseinheiten, wir schaffen entsprechende

                                                              Raum- und Rahmenbedingungen…

11:00 Uhr – 11:15 Uhr                   Obstpause, wir spielen erste Kreis-und Singspiele, gehen hinaus

11:15 Uhr – 12:15 Uhr                   Spielen, entdecken & bewegen im Außenspielbereich;

                                                              Spaziergänge, Ausflüge…

12:15Uhr – 12:30 Uhr                    Abholphase

12:00 Uhr – 12:45 Uhr                   Mittagessen

12:45 Uhr – 15:00 Uhr                   Ruhephase, Schlafenszeit

15:00 Uhr – 16:00 Uhr                   Nachmittagsbetreuung durch ergänzende Tagespflege

 

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4. Räume, Funktionsräume, Außenspielbereich

Unsere Krippe stellt den Kindern folgende Räumlichkeiten zur Verfügung:

-          Einen großen Gruppenraum mit einem Spielpodest mit unterschiedlichen Ebenen, der verschiedene Raumerfahrungen und ausreichend Freiraum für Bewegung zulässt

-          Einen Schlaf-/Kreativraum (außerhalb der Schlafenszeiten nutzen wir diesen Raum für Kleingruppenaktivitäten, für Singkreise und Obstpausen)

-          Einen Bewegungsraum mit Bälle-Bad und einer Bewegungslandschaft

-          Eine separate Küche für Frühstück und  Mittagessen sowie für hauswirtschaftliche Aktivitäten und Kleingruppenarbeiten

-          Einen Waschraum, der auch als Erlebnisraum genutzt wird, z.B. Raum für Erfahrungen mit Wasser, Sand, Matsch und Experimenten…

Unsere Krippe verfügt über ein großzügiges Außenspielgelände mit einer zusätzlichen Spielwiese, einem kleinen Gemüse-und Obstgarten und verschiedenen Spielgeräten.

5.Das Team/Zusammenarbeit/Fortbildung

Unser Team besteht aus:

-          Einer Erzieherin (Leitung)

-          einer Erzieherin (Gruppenleitung)

-          einer Sozialassistentin

-          einer Erzieherin als Vertretungskraft, die  bei Bedarf vormittags eingesetzt wird.

-          einer Raumpflegerin sowie

-          eine hauswirtschaftliche Kraft in der Mittagszeit

-          einer Hilfskraft, die uns bei der Pflege unserer Außenanlage unterstützt.

 

Wir stehen in enger Zusammenarbeit mit 15 weiteren Kindertagesstätten, die wie wir dem Verbund angehören. Es findet ein regelmäßiger Austausch in verschiedenen Arbeitsgruppen statt. Im Sinne der Qualitätssicherung bildet sich jeder Mitarbeiter regelmäßig fort.

 

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6.Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit

            6.1. Bildungs-und Lernbereiche

Wir wollen das unglaubliche Entwicklungspotential, mit dem jedes Kind auf die Welt kommt, anregen, fördern und ausschöpfen.

 

6.1.1 Kommunikation, Sprache und Sprechen:

 

Soziales Lernen und die emotionale Entwicklung sind abhängig von den Beziehungen, die ein Kind zu anderen Menschen aufnimmt. Grundvoraussetzung dafür sind sprachliche Kompetenzen. Ein Kind kommt bereits mit der angeborenen Bereitschaft, mit anderen Menschen in Beziehung zu treten, auf die Welt. Sprache und Sprechen kann allerdings nur in der direkten Interaktion mit anderen Menschen erlernt werden. Dieses geschieht sowohl verbal als auch nonverbal.

 

Die sprachliche Entwicklung fördern wir in unserer Krippe durch:

 

        Eine positive Zugewandtheit jedem Kind gegenüber (durch viel Blickkontakt, Zuspruch usw.)

        Aktives Zuhören

        Sprachliches Begleiten von allen  Handlungen im Krippenalltag

        Wir wenden die Zwergensprache- Babyzeichen als Brücke zur Kommunikation an

•     Fingerspiele

•     Kreis- und Singspiele

•     Rollenspiele

•     Dialogische  Bilderbuchbetrachtungen, wir erzählen aus den Geschichtensäckchen, lesen

        vor, setzen das Erzähltheater (Kamishibai) ein

              •    Lieder, Reime und Rituale

        Schaffen vielfältige Sprachanlässe…

        Ein Hilfsmittel für die alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung ist für uns : BASIK

 

 

 

6.1.2 Wahrnehmung:

 

Die Wahrnehmung des Kindes basiert auf der Aufnahme von Reizen aus seiner Umwelt und des eigenen Körpers über die verschiedenen Sinnesorgane. Sie verbindet die Innenwelt des Kindes mit seiner Außenwelt. Das Zusammenspiel aller Reize (die sensorische Integration) ist die Voraussetzung für ein Kind, um komplexe Tätigkeiten wie Krabbeln, Laufen, Sprechen, Lesen und Schreiben zu erlernen. Sie bilden die Grundlage für eine gute Entwicklung der Lernfähigkeit, der Sprache, der Kreativität und letztlich der Intelligenz eines Kindes. Kinder lieben es, ihre Umgebung mit dem ganzen Körper und all ihren Sinnen wahrnehmen und entdecken zu können.

 

Dies ermöglichen wir den Kindern durch:

 

•     Wahrnehmungsspiele (tasten, fühlen, sehen, schmecken, hören, riechen)

•     Bewegungsspiele

•     Das Bereitstellen unterschiedlicher Spielmaterialien

•     den regelmäßigen Aufenthalt in der Natur

•     Viele Spiegel im Gruppenraum (zur Selbstwahrnehmung und Identitätsfindung)

•     Körperwahrnehmungsanregungen und Spiele

 

 

 

6.1.3 Natur und Lebenswelt:

 

Ein Kind hat von Beginn an ein großes Interesse daran, die Natur und seine Umwelt wahrzunehmen, zu erforschen und zu entdecken. Es möchte herausfinden, warum etwas so ist, wie es ist und wie es funktioniert. Es möchte greifen und begreifen und selbst ausprobieren. Bei dieser Erkundung der Umwelt möchten wir die Kinder begleiten und unterstützen.

                                                         

Dies ermöglichen wir durch:

 

•    Tägliche Außenaktivitäten (z.B. Spiele im Garten, Spielplatz, Spaziergänge)

•    Bereitstellen von Naturmaterialien

•     Kleine Experimente mit unterschiedlichen Materialien, erste kleine Versuche, wie  z.B.         

Bildergebnis für clip art kinder drauß3n       wie wird Wasser zu Eis? Wie färben wir Eis? ...

•    Baden und Planschen

•    Matschen                                                                                                                                        

•     Das Entdecken von kleinen Lebewesen und Pflanzen

•    Das Beobachten und Erleben des Jahreskreislaufes

        Das Säen und Pflanzen  und Ernten von Obst und Gemüse

       

                                                                                                                                           

6.1.4 Ästhetische Bildung:

 

Bildergebnis für clipart zeichnen,malenIm Mittelpunkt der ästhetischen Bildung steht die Entwicklung der Sinne. Die Ästhetik ist für die Kinder eine weitere Form der Ausdrucksmöglichkeit. Sie können so ihre gemachten Erfahrungen reflektieren, ausdrücken und verarbeiten.

 

Die ästhetische Bildung fördern wir durch:                                                           

 

 

•   Zeit, Raum, Möglichkeiten und Anreize, bei denen die Kinder Vorlieben, Begabungen und

     Interessen entdecken und vertiefen können.

•   Das Bereitstellen von Materialien, Materialerkundung (z.B. Knete, Stifte, Natur-und

     Alltagsmaterialien, Papier, Wasser usw.).

•   Sinnesbildung ( z.B. durch kreative Angebote, Tast- und Fühlspiele, Bewegungsangebote,

     musikalische Angebote)

•   Das Aufmerksam machen auf alles „Schöne“ in unserer Natur und Umwelt

•   ...

 

6.1.5  Lebenspraktische Kompetenzen:

 

„Hilf mir, es selbst zu tun“ , Maria Montessori

 

Wie bereits des Öfteren erwähnt, haben Kinder ein großes Interesse daran, ihre Umwelt zu erkunden – dies wollen sie vor allem selbstständig tun. Sie wollen ihren Alltag eigenständig bewältigen, zum Beispiel den Löffel beim Essen selbst halten, sich alleine anziehen oder waschen usw. Wir wollen sie dabei begleiten, unterstützen und ihnen genügend Raum, Zeit und Zutrauen in ihre Fähigkeiten geben. Getreu dem Motto: „Lass es mich selber tun.“

 

 

 

 

Die lebenspraktischen Kompetenzen der Kinder fördern wir, indem wir:

 

•   Den Alltag so gestalten, dass die Kinder daran teilhaben können und mitbestimmen dürfen   

     (eigenständig essen, alleine an- und ausziehen, aufräumen usw.)

•   Dort helfen, wo Unterstützung benötigt wird und unnötige Hilfestellungen vermeiden    

     (denn Übung macht den Meister!)

•   Die Kinder loben und in ihrem selbständigen Tun bestärken

•   Raum und Material zur Verfügung stellen, durch das die Kinder Alltagssituationen nachahmen

     und üben können

• …

                                                                                                                

 

6.1.6  Körper, Bewegung und Gesundheit: 

 

Bildergebnis für clipart bewegung kinderDie Bewegung ist wie Essen, Trinken und Schlafen ein Grundbedürfnis jedes Kindes und vor allem in den ersten drei Lebensjahren wichtiger Bestandteil der kindlichen Entwicklung. Außerdem ist sie Grundvoraussetzung für eine gesunde körperliche, geistige, emotionale und soziale Entwicklung. Kinder brauchen neben ihren Ruhephasen die Möglichkeit, ihre motorischen Fähigkeiten zu entwickeln und ihren Bewegungsdrang auszuleben. Neben einer ausreichenden Bewegung spielt auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung eine große Rolle in der kindlichen Entwicklung.

 

 

Diese wichtigen Aspekte fördern und ermöglichen wir durch: 

                    

 

•   Das Bereitstellen von Räumlichkeiten und Spielmaterialen, die Bewegung ermöglichen und   

     dazu einladen aktiv zu werden (Rutsche, Bällebad, Podest, Tücher, Tunnel usw.)

•   Bewegungsspiele bzw. -angebote drinnen und draußen (Tanzen, Springen, Hüpfen, Rollen,

     Krabbeln usw.)

•   Eine gesunde und ausgewogene Ernährung (Obstpause, Mittagessen)

•   Die Berücksichtigung der individuellen Schlaf- und Ruhephasen durch das Bereitstellen von

     Rückzugsmöglichkeiten (Schlafraum, Kuschel-/Leseecke)…

 

 

6.1.7 Emotionale Entwicklung und Soziales Lernen:

 

Emotionale Entwicklung heißt zunächst Gefühle wie Freude, Wut, Hoffnung, Angst usw. zu erleben, einzuschätzen und zu verstehen. Sie ist mit der sozialen Entwicklung eng verbunden. Die Kinder lernen bei uns nicht nur, mit ihren eigenen Gefühlen umzugehen, sondern auch auf die Gefühle ihrer Mitmenschen einzugehen und Rücksicht zu nehmen. Grundlage für eine gesunde emotionale Entwicklung sind feste Bezugspersonen und stabile Beziehungen.

 

 

 

 

Die emotionale Entwicklung und das soziale Lernen fördern wir durch:

 

•   eine liebevolle, verlässliche und wertschätzende Zugewandtheit jedem Kind gegenüber

•   Lob, Anerkennung und Hilfe zur Selbsthilfe

•   Stärkung des „Wir-Gefühls“ (gemeinsame Spielkreise und Gruppenaktionen, Rollenspiele)

•   Vorbildfunktion…

„Wenn du ein Kind  siehst, hast du Gott auf frischer Tat ertappt.“ Martin Luther

 

6.1.8 Ethische und religiöse Fragen, Grunderfahrungen menschlicher Existenz:

Die ethische Entwicklung ist mit der emotionalen Entwicklung verknüpft. Es geht auch hier um soziale Kompetenzen wie Mitgefühl, Rücksicht, Teilen usw. die von der Religion und den dazugehörigen Werten und Normen, in der das Kind aufwächst, beeinflusst werden.

 

 

 

In der Krippe fördern wir religiöse und ethische Entwicklung durch:

 

•   regelmäßiges Beten im Tagesgeschehen (z.B. im Morgenkreis, vor dem Essen)

•  Feiern religiöser Feste (Weihnachten, Ostern usw.)

•  Krabbelgottesdienste und Besuche in der Kirche

•  Singen von religiösen Liedern

•  Erzählen biblischer Geschichten

•  Betrachten biblischer Bilderbücher

•  das Nutzen unserer Vorbildfunktion und durch ein authentisches Handeln

Bildergebnis für clip art zahlen•  das Erfahren, Erproben und Einüben von ethischen und religiösen Werten (z.B. Mitgefühl,

    Gerechtigkeit, Helfen, Teilen, Achtung und Vergebung)

• ...

 

6.1.9 Mathematisches Grundverständnis:                                  

 

Das mathematische Grundverständnis der Kinder beginnt in den ersten drei Lebensjahren bereits durch das Unterscheiden und Erkennen von hoch und tief, klein und groß, oben und unten, viel und wenig usw. Mathematik bedeutet nicht nur das abstrakte Addieren und Subtrahieren von Zahlen, sondern beginnt schon im Alltag, wenn das Kind Gegenstände zum Beispiel sammelt, sortiert, befüllt, umschüttet, stapelt, ordnet… Bereits das Vorwärts- und Rückwärtsgehen sowie das Klettern sind räumliche Erfahrungen und Vorstufen des Zusammenzählens und Abziehens.

 

Das mathematische Grundverständnis fördern wir durch:

 

•   Das Bereitstellen von Spielmaterialien, die  stapeln, aufreihen, ineinanderfügen, befüllen usw. ermöglichen

•   Eine Raumgestaltung, die unterschiedliches räumliches Wahrnehmen fördert und zulässt (verschiedene Ebenen - oben und unten, hoch und tief, dahinter und davor usw.)

•   Einen strukturierten Tagesablauf

•   Das sprachlich begleitende Spielen (da stehen zwei Tassen, da sind drei Kinder…)

•   Vielseitige Bewegungsangebote

•   Regelmäßiges Zählen bei verschiedenen Tätigkeiten (Fingerspiele, Spielsachen sortieren,

     Kinder zählen, Lieder singen usw.)

•  Das Schaffen und Erleben von Größen-Mengen- und Formenaufgaben

    …

 

6.1.10 Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und die Freude am Lernen:

 

„Lernen ist Erfahrung – alles andere Information“

Albert Einstein

Die kognitive Entwicklung beinhaltet die Ausbildung der Wahrnehmung, der Sprache, des Wissens, Denkens, Problemlösens, der Vorstellungsgabe und des Gedächtnisses. Mit anderen Worten meint die kognitive Fähigkeit unter anderem das Verstehen und Nachvollziehen bestimmter Abläufe und deren Folgen. Sie bildet sich in den ersten Lebensjahren durch spielerische Erfahrungen, die auf der Grundlage

sinnlicher Wahrnehmungen beruhen → denn Spielen ist Lernen. Beim Spielen setzt sich das Kind mit seiner Umwelt auseinander. Es erforscht, begreift und erobert sie.

 

Die kognitiven Fähigkeiten und die Freude am Lernen fördern wir durch:

 

•   Fantasie- und Rollenspiele

Bildergebnis für clipart musizieren mit kindern•   Vielseitige Wahrnehmungsangebote

•   Gedächtnisspiele

•   Bewegungsangebote

•   Musikalische Angebote

•   Das Schaffen von immer neuen Impulsen

                                                                                                                                        

6.1.11 Musikalische Erziehung: 

                     

Gemeinsames Singen, Spielen und Musizieren ist für die kindliche Entwicklung eine schöne und gleichzeitig wichtige Erfahrung. Das gemeinsame Gruppenerlebnis im Spielkreis als festes und regelmäßig wiederkehrendes Element unterstützt und stärkt die soziale Kompetenz jedes einzelnen Kindes. Welches Kind hat keine Freude daran, den Geräuschen, Tönen und Klängen seiner Umgebung zu lauschen und vor allem selbst welche zu produzieren? Die Vielfalt der Sinneswahrnehmung durch die Musik bietet in den ersten Lebensjahren grundlegende Anregungen, besonders im Bereich der Sprache. Genau aus diesem Grund ist das „Spiel mit Musik“ ein Schwerpunkt in unserem Tagesablauf.

                                                                                                                                

In unserer Kinderkrippe fördern wir die musikalische Entwicklung durch:

 

•   Singen, Kreis- und Fingerspiele, Musik hören, Fest-, Bewegungs-und Rituallieder

•   Musizieren mit Instrumenten und Alltagsmaterialien, Klanggeschichten, tanzen…                                       

6.2  Konzeptionelle Ausrichtung

 

Unsere konzeptionelle Arbeit ist offen und ganzheitlich  ausgerichtet.

 

6.3 Erziehungs-und Bildungspartnerschaft mit Eltern/Elternarbeit

 

Eine gute und funktionierende Elternpartnerschaft ist die Grundvoraussetzung und wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Arbeit mit dem Kind sowie für einen erfolgreichen Einstieg in die Krippe. Besonders in der Arbeit mit Kleinkindern ist eine funktionierende Elternpartnerschaft wichtig, da diese aufgrund ihres Alters und ihrer sprachlichen Kompetenzen noch sehr eingeschränkt in der Mitteilung ihrer Ängste und Sorgen sind.

Natürlich sind das Einfühlungsvermögen und das  richtige Deuten des Verhaltens eines Kindes Grundvoraussetzung jeder Erzieherin, dennoch sind Sie als Eltern die Experten Ihres Kindes und kennen Ihren Schützling am besten.

Genau aus diesem Grund ist uns der regelmäßige Informationsaustausch mit den Eltern sehr wichtig. Wir nehmen Ihre Anliegen ernst und unterstützen Sie in allen Erziehungsbelangen. Wir wollen mit Ihnen zum Wohle des Kindes eine Erziehungs-und Bildungspartnerschaft eingehen.

 

Sauberkeitsentwicklung

Die Sauberkeitsentwicklung ist sehr zeitintensiv und individuell. Die Fähigkeit, Blase und Darm zu kontrollieren, ist die Grundlage um sauber zu werden. Der Zeitpunkt dieses Reifungsprozesses ist bei jedem Kind unterschiedlich. Auch die psychische Reife ist von großer Bedeutung, da das Kind das Verständnis entwickeln muss, auf das Gefühl einer „vollen Blase“ angemessen zu reagieren.

Wenn Sie zuhause bereits mit der Sauberkeitserziehung begonnen haben, unterstützen wir     ihr Kind in der Krippe gerne.

 

 

Elternpartnerschaft beinhaltet für uns:

 

Tür-und Angelgespräche:

Tür-und Angelgespräche sind gute Möglichkeiten, um sich kurz über die Erlebnisse und Besonderheiten, die zuhause oder in der Krippe geschehen sind, auszutauschen.

 

Elternbriefe…

…durch die wir Sie regelmäßig über die neuesten Ereignisse und Aktivitäten oder bevorstehenden Aktionen informieren.

 

Elternabende…

…in denen wir Sie über verschiedene Themen informieren und uns gemeinsam darüber austauschen möchten.

 

Elternvertreter

Als Mitglied der Elternvertreter können Sie aktiv mitarbeiten.

 

Elternhospitationen

Wir bieten Ihnen die Gelegenheit, einen Vormittag am Gruppengeschehen gemeinsam mit Ihrem Kind teilzuhaben.

 

 

Entwicklungsgespräche

In den regelmäßig stattfindenden Elterngesprächen sprechen wir unter anderem über den aktuellen Entwicklungsstand Ihres Kindes.

 

Infowand

An dieser finden Sie alle aktuellen Geschehnisse und relevante Informationen.

 

Beratung und Vermittlung von Fachdiensten

Sollten uns Erzieherinnen oder Ihnen als Eltern Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten oder Erziehungsschwierigkeiten bei Ihrem Kind auffallen, so bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich gemeinsam mit uns und bei Bedarf mit weiteren Institutionen und Fachkräften in Verbindung zu setzen. So wollen wir zu einer positiven Entwicklung und dem Wohl Ihres Kindes beitragen.

 

6.4  Beobachtung, Dokumentation

 

Eine wichtige Grundlage unserer pädagogischen Arbeit sind regelmäßige Beobachtungen und Dokumentationen.

 Ziele:

 

-          Den Entwicklungsstand, die Stärken und Interessen der Kinder fachlich einzuschätzen. 

-          Die Beobachtungserkenntnisse sind unsere Grundlage für Entwicklungsgespräche, für den kollegialen Austausch und für Elterngespräche.

-          Beobachtungen sind die Basis für unsere Impulse  im pädagogischen Alltag.

-          Gezielte Beobachtungen sind die Grundlage unserer pädagogischen Planung und/oder der Raum-und Materialveränderung, um unsere Kinder immer wieder herauszufordern und um neue Entwicklungswege aufzuzeigen.

-          Die Beobachtungen eines Kindes geben uns wichtige Informationen, Verhaltensweisen zu erklären, das Kind in seinen Lebenszügen besser zu verstehen und um pädagogische Maßnahmen zu initiieren.

 

Zusätzlich arbeiten wir in unserer Krippe mit dem Portfolio, d.h. Jedes Kind beginnt mit dem Eintritt in unsere Krippe ein Portfolio, das ist ein Ordner, in dem wir wichtige Entwicklungsschritte anhand von Fotos dokumentieren und  Bastelarbeiten, Lieder, Freundschaften, Kurzbeobachtungen zum Kind, Gruppenaktivitäten… festhalten. Das Portfolio dokumentiert also die gesamte Krippenzeit und wird jedem Kind bei Austritt als Andenken überreicht.

 

6.5 Religionspädagogik / Kooperation mit der Kirchengemeinde

 

Gott ist Liebe! Somit beginnt für uns die religiöse Erziehung bereits dort, wo das Kind sich geborgen fühlt und Vertrauen erfährt. Aufgrund dieser Erkenntnis stehen die Geborgenheit und das Wohlbefinden der Kinder in unserer Krippe an erster Stelle. Denn: „Kinder lernen Religion nicht hauptsächlich als Lehre, sondern als eine Art Heimatgefühl, das sie mit bestimmten Zeiten und Rhythmen, mit Orten und mit Ritualen verbinden.

Kinder lernen Religion also von außen nach innen…“ (Fulbert Steffensky,1998).

Wir vermitteln den Kindern durch Vor-und Zusammenleben christliche Werte wie Vertrauen, Liebe, Wertschätzung und Vergebung.

Die religiöse Entwicklung ist mit der emotionalen Entwicklung verknüpft. Es geht auch hier um soziale Kompetenzen wie Mitgefühl, Rücksicht, Teilen usw., die von der Religion und den dazugehörigen Werten und Normen, in der das Kind aufwächst, beeinflusst werden.

 

In der Krippe fördern wir religiöse Entwicklung durch:

-          Regelmäßiges Beten im Tagesgeschehen (z.B. vor und nach dem Essen)

-          Feiern religiöser Feste (Weihnachten, Ostern usw.)

-          Krabbelgottesdienste und Besuche in der Kirche

-          Singen von religiösen Liedern

-          Erzählen biblischer Geschichten (z.B. Sankt Martin, Nikolaus,…)

-          Betrachten biblischer Bilderbücher

-          Das Nutzen unserer Vorbildfunktion und durch ein authentisches Handeln

-          Das Erfahren, Erproben und Einüben von ethischen und religiösen Werten (z.B. Mitgefühl, Gerechtigkeit, Helfen, Teilen, Achtung und Vergebung)

-         

Wir arbeiten eng mit der Kirchengemeinde zusammen.

 

6.6 Integration und Inklusion

 

Wir verstehen es als unsere Aufgabe, den unterschiedlichen Bedürfnissen der einzelnen Kinder durch Alter, Begabung, körperliche und geistige Voraussetzungen gerecht zu werden!

Unser Team versteht die Unterstützung von Kindern, die Barrieren für Spiel, Lernen und Partizipation erfahren, als gemeinsame Aufgabe und Verantwortung.

Im Rahmen der Einzelintegration werden Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf in unserer Krippe aufgenommen. Durch die gemeinsame Bewältigung des Alltags werden Situationen geschaffen, in denen alle Kinder Stärken und Schwächen bei sich selbst und bei anderen kennen und akzeptieren lernen. Sie entdecken Gemeinsamkeiten und lernen sich gegenseitig als Person schätzen.

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6.7  Eingewöhnung

 

Nur, wenn sich ein Kind geborgen fühlt, kann es vertrauensvoll seine Umgebung beziehungsweise seine Umwelt erkunden, erfahren und begreifen!

 

Der Eintritt in die Krippe bedeutet für das Kind gleichzeitig den Eintritt in eine neue, fremde Welt. Es ist zunächst von fremden Menschen, neuen Räumlichkeiten und vielen neuen Eindrücken umgeben. Damit der Einstieg  Ihres Kindes so sanft wie möglich erfolgen kann, verläuft  die Eingewöhnung  in unserer Krippe in Anlehnung an das  „Berliner Modell“. In diesem werden Sie, liebe Eltern, sehr intensiv mit eingebunden, da Sie die wichtigsten Bezugspersonen und somit der „sichere Hafen“ Ihres Kindes sind.

Das „Berliner Modell“ ist so aufgebaut, dass Sie Ihr Kind in den ersten Tagen begleiten und ihm dadurch einen angstfreien, seinem Tempo angepassten Einstieg ermöglichen. Somit gestalten wir den Eingewöhnungsprozess so, dass Ihr Kind spürt: „Ich werde nicht allein gelassen und es ist immer jemand für mich da!“

Die Eingewöhnung ist daher ein wachsender Prozess, bei dem Ihr Kind mithilfe einer familiären Bezugsperson in den Krippenalltag hineinwächst und dabei die Betreuungsperson als seine Krippenbezugsperson annimmt.

Das Tempo beziehungsweise die Dauer der Eingewöhnung gibt jedes Kind individuell vor. Denn: Ohne Bindung findet keine Bildung statt!

 

6.8 Gestaltung des Übergangs zum Kindergarten

 

Wir wollen die Kinder durch einen sanften Übergang mit den zukünftigen Erzieherinnen, dem Kindergebäude und dem Außengelände vertraut machen. Dadurch sollen  Ängste und Stress bei den Kindern vermieden werden, um den Wechsel zu erleichtern.

Den Eltern soll der Unterschied zwischen der Krippe und dem Kindergarten erläutert werden.

Wir planen einen bewussten Abschied.

Den Übergang von Krippe in den Kindergarten gestalten wir wie folgt:

 

·         Nach dem Osterfest wird Wachsen, Größer werden und Abschied  für die älteren Kinder thematisiert

·         Den Eltern wird ein Entwicklungsgespräch angeboten

·         Der neue Kindergarten wird mindestens zweimal mit einer Fachkraft (FK) in Kleingruppen besucht. Diese Kleingruppe wird von einer FK des Kindergartens empfangen

·         Die Eltern werden ermutigt, den Kindergarten mit ihrem Kind zu besuchen

·         Es gibt einen Austausch zwischen den Krippenerzieherinnen und den Erzieherinnen aus dem Kindergarten

·         Eine FK betrachtet mit dem Kind die Portfoliomappe und gestaltet eine  letzte Seite

·         Wir feiern mit Eltern und Kindern einen Abschlussnachmittag. Die Portfoliomappe wird zur Erinnerung überreicht.

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7. Verpflegung

 

Das gemeinsame Frühstück, die Obstpause sowie das Mittagsessen sind für uns sehr wichtige Punkte in unserem Tagesablauf und von großer Bedeutung für die Entwicklung und  auch für das Gemeinschaftsgefühl. Durch das immer wiederkehrende Geschehen in unserem Tagesablauf vermittelt es den Kindern Sicherheit und Orientierung. Für eine gute körperliche und seelische Entwicklung ist gesundes, vollwertiges Essen Grundvoraussetzung. Eine ausgewogene Ernährung enthält alle Nährstoffe, die ein Kind zum Wachsen und Gedeihen braucht. Aus diesem Grund bieten wir ein abwechslungsreiches und vielseitiges Mittagessen an, welches wir zurzeit aus dem Seniorenheim Haus Lambertus hier in Berge erhalten.

 

Im Garten pflegen wir mit den Kindern ein großzügig angelegtes Obst-und Gemüsebeet, auf dem Erdbeeren, Karotten, kleine Tomaten, Paprika  und Ähnliches beim Wachsen und Heranreifen beobachtet werden können. In der warmen Jahreszeit helfen die Kinder begeistert beim Gießen und Pflegen. Hiermit wollen wir den Kindern einen direkten und unmittelbaren Bezug zu den Lebensmitteln ermöglichen und ein Bewusstsein für die Herkunft der Nahrung wecken.

 

 

 

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8. Partizipation

 

8.1Partizipation von Kindern

 

Jedes Kind hat das Recht, seine Bedürfnisse zu äußern und aktiv Einfluss auf die Gestaltung seiner Umwelt zu nehmen. Deshalb ermöglichen wir den Kindern, den Alltag in unserer Krippe mitzugestalten, indem wir sie mit einbeziehen. Dadurch erfährt sich das Kind als wichtiger Teil unserer Gemeinschaft. Wir als Erwachsene trauen ihnen die Bewältigung dieser Aufgaben zu und gewährleisten ihnen die Mitbestimmung in kindgerechter und angemessener Form.

 

Partizipation ermöglichen wir den Kindern wie folgt:

 

-          Jedes Kind entscheidet über die Dauer der Eingewöhnung

-          Indem wir Kinder selbstwirksam machen durch Übertragung von altersentsprechenden Verantwortungsbereichen

-          Die Kinder dürfen in Bereichen des täglichen Lebens mitentscheiden – Bereiche wie Wickeln, Essen, An-und Ausziehen, Spielen und Schlafen

-          Wir ermöglichen ihnen immer wieder eigene Entscheidungen zu treffen (z.B. den Zeitpunkt und/oder die Teilnahme an einem pädagogischen Angebot)

-          Wir bieten Auswahlmöglichkeiten in vielen Bereichen an

-          Wir beziehen die Kinder beim Regeln-Setzen und bei der Planung und Durchführung von z.B. Festen oder anderen Aktivitäten mit ein

-          Der natürliche Bewegungsdrang  des Kindes wird stets berücksichtigt…

 

8.2 Partizipation von Eltern

 

Wir - die evangelische Kindertageseinrichtung –verstehen uns  mit unserem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag als Partner für Eltern und Familien. Wir betrachten die Partizipation der Eltern als Bereicherung und nutzen die sich daraus ergebenden Chancen.

§ Eltern haben die  Möglichkeiten in unserer Kindertageseinrichtung mitzuwirken, z.B.  als Elternvertretung

§  Eltern können sich an der Konzeptions- und Qualitätsentwicklung der Einrichtung beteiligen

§ Die Kommunikation mit den Eltern ist transparent und die Weiterleitung von Informationen ist geregelt

§ Die Zufriedenheit der Eltern wird regelmäßig erfragt und sorgfältig ausgewertet. Die Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung der Dienstleistung ein

§ Es liegt ein dokumentiertes Konzept für den Umgang mit Reklamationen vor, welches den Eltern bei der Aufnahme erläutert wird.

 

 

 

 

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9. Beschwerdemanagement

 

Beschwerden zu äußern ist präventiver Kinderschutz und gelebte Partizipation. Wir Krippenerzieher achten besonders darauf, auch die nonverbalen – also nichtsprachlichen – Beschwerden zu erkennen und darauf entsprechend zu reagieren.

 

9a. Beschwerdemanagement für Kinder

Beschwerde  ermöglichen wir den Kindern in unserem Krippenalltag wie folgt:

 

·         Durch gezielte Beobachtung und Deutung  von Mimik, Gestik und Verhalten (wie z.B. Verweigerung, Anpassung, Vermeidung…) der Kinder, durch Empathie erkennen wir Zustimmung und Beschwerde und reagieren entsprechend darauf

·         Wir akzeptieren ein „Nein“ vom Kind

·         Der natürliche Bewegungsdrang des Kindes wird stets berücksichtigt

·         Wir ermutigen die Kinder eigene und Bedürfnisse anderer zu erkennen  und sich für das Wohlergehen der Gemeinschaft einzusetzen

9.b. Beschwerdemanagement für Eltern

In der Zusammenarbeit mit den Eltern leben wir ebenso eine Kultur der Beschwerde. Schon beim Aufnahmegespräch werden Eltern darauf hingewiesen, dass ein offener und vertrauensvoller Umgang mit konstruktiver Kritik gewünscht ist. Unser internes  Beschwerdeverfahren wird ebenfalls beim Aufnahmegespräch erläutert und vorgestellt.

Beschwerden und Kritik bringen uns weiter, denn  auch dadurch erhalten wir die Chance, die Erwartungen der Eltern zu erkennen und darauf zu reagieren. Langfristig entstehen durch Elternbeschwerden Möglichkeiten, unsere Arbeit kontinuierlich zu verbessern.

Alle zwei Jahre findet bei uns eine  Zufriedenheitsabfrage in Form eines Elternfragebogens statt.

 

10. Qualitätssicherung/QMSK

 

Wir haben erfolgreich die Einführung eines  Qualitätsmanagementsystems ( QMSK für Kindertageseinrichtungen) absolviert, welches Grundlagen, Prozesse und Strukturen aller Arbeitsbereiche beschreibt, verabredet, verlässlich durchführt und weiterentwickelt. Mitarbeiter, Leitung und Träger arbeiten eng zusammen. Wir kommen damit der Forderung aus dem Sozialgesetzbuch § VIII nach, dass Kindertageseinrichtungen die Qualität der Förderung des Kindes durch geeignete Maßnahmen sicherstellen und verbessern.

 

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11. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung Achtes Buch Kinder-und Jugendhilfe §8a

 

Wir legen großen Wert auf physische und psychische Unversehrtheit von Kindern. Die Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung ist immer eine diffizile Angelegenheit. Bei dem Prozess der Risikoeinschätzung, ob ein von uns betreutes Kind gefährdet ist, werden immer die Kinder- sofern sie dazu in der Lage sind- sowie die Personensorgeberechtigten miteinbezogen, sofern dies das Wohl des Kindes nicht gefährdet. Die Risikoabschätzung erfolgt immer als  Zusammenarbeit mehrerer Fachkräfte.

 

In der Verfahrensweise bei konkreter Gefährdung des Kindeswohls hält sich der Träger an die vorgegebene Verfahrensvorschrift und  die fachlich-methodischen Beurteilungskriterien.

 

 

 

12. Öffentlichkeitsarbeit

 

Zu unserer Öffentlichkeitsarbeit gehören:

 

·         Unsere Homepage

·         Unser Flyer

·         Zeitungsberichte

·         Artikel im Gemeindebrief/Kirchenboten

·         Teilnahme an Gemeindefesten/Feierlichkeiten

·        

 

 

13. Netzwerke mit anderen Institutionen

 

·         Kindergarten St. Servatius

·         Haus Lambertus( Mittagsverpflegung)

·         Familienservicebüro Fürstenau, Tagespflege…

·         Frühförderstellen

·         Landkreis Osnabrück, Kinder-und Jugend Gesundheitsdienst, Zahngesundheit

·         Jugendamt Osnabrück

·         Fachschulen für Sozialpädagogik

·        

 

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Schlusswort:

 

 

 

Wir hoffen Ihnen mit unserer Konzeption einen guten Einblick über die Methoden und Ziele  unserer  pädagogischen  Arbeit verschafft zu haben. Unsere Krippe ist ein  Ort der Geborgenheit, des Erlebens und des Erlernens, daher stehen die Kinder für uns selbstverständlich im Mittelpunkt!

 

 

 

Mit dieser Konzeption ist nichts für immer festgeschrieben, denn die Arbeit mit Kindern lebt von der Weiterentwicklung, deshalb werden wir diese Niederschrift regelmäßig überprüfen, ergänzen und  aktualisieren.

Wir freuen uns darauf, Ihr  Kind  ein Stück seines  Lebens begleiten und es  auf seinem Weg  gemeinsam mit Ihnen zu  einer eigenständigen Persönlichkeit unterstützen zu dürfen. Wir wünschen Ihnen und  uns ein vertrauensvolles,  familiäres Miteinander und eine schöne gemeinsame Zeit.                                      

 

 

 

 

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Quellenangabe:

In Anlehnung an:

·         Den Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer  Tageseinrichtungen für Kinder, Die Arbeit mit Kindern unter drei Jahren, Niedersächsisches Kultusministerium, Gutenberg euys Feindruckerei GMBH, Juli2012

·         Das Kind im Mittelpunkt, Diakonisches Werk der Ev. - luth. Landeskirche Hannover e. V.

·         Gott in der Krippe, Diakonisches Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e.V.

·         Sozialgesetzbuch

·         Leitbild Kindertagesstätten im ev.-luth. Kirchenkreis Bramsche

 

 

 

 

 

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Kinder sind das Lächeln der Erde